Nach Versuchen mit PP (Polypropylen, starker Gestank und sehr grobes, nicht nutzbares Filament) und PLA (Recyling-Material aus dem 3D Druck; kein Erfolg hier) sind wir auf PE-HD (Polyethylen hoher Dichte) gestoßen. Aus PE-HD werden Milchbehälter in den USA hergestellt, bei uns Kanister für Reinigunsmittel, Flaschen für Füssigwaschmittel und Desinfektionsmittel und diverse Haushaltsreiniger. Hier liegt auch schon mal Vorteile – Reativ große, mittel-dickwandige Behälter mit ablösbaren Aufklebern, nicht direkt bedruckt, Farbe oft weiß/halbtransparent. Weitere Vorteile sind ein niedriger Schmelzpunkt von 130°C (im Recylebot schmelzen wir alledings mit 250°C), wachsartiger Geruch beim Schmelzen, kein Weichmacher sondern ein grundweiches Material, Lebensmittelechtheit.

Der wesentliche Nachteil ist noch, dass wir glauben damit drucken zu können; Das Material ist etwas weicher, was ein kleines Problem beim Einziehen in den Drucker – Extruder bedeutet (wie Flex); das ist zu schaffen. Es fließt gut raus, haftet aber leider nicht auf der beschichteten Federstahlplatte des Prusa MK3 (auch nicht bei verschiedenen Bett-Temperaturen von 60-110°C). Wir versuchen derzeit verschiedene Druckbett-Beschichtungen. Problematisch ist das starke schrumpfen des PE beim erkalten. Wenn wir eine Lösung gefunden haben, melden wir das in einem neuen Artikel.

Unser Plan ist, vor allem weiche Behälter für den Haushalt herzustellen (Dosen/großdeckelige Flaschen für Lebensmittel). Das Material ist wie beschrieben recht weich und flexibel.

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.